VILLA H

VILLA H

Projektdetails

Gesamtkonzept, Innenarchitektur & Lichtplanung:

Ausführungsplanung & Objektüberwachung:

Nicolay Design, Stuttgart

tibo ^ architektur

Architektur & Außenanlage:

Architektur LPH 4-8

Joachim Keinarth, Stuttgart

Kühn Architekten

 

Fotos:                                              Alexander Stier

Villa H – ein Haus zum Leben.

 

Das Grundstück auf dem sich die Villa H befindet liegt in Hanglage am Rande einer saarländischen Kleinstadt. Die Besonderheit ist die Lage direkt am Waldrand mit weitläufiger Gartenanlage auf der straßenabgewandten Seite.

 

Um die optimale Raumanordnung und folglich das maximale Wohlbefinden für die Bewohner:innen zu erzeugen, wurde das Haus von innen nach außen konzipiert.

 

Auf der Wohnebene im 1.OG zur Straße hin gelegen befinden sich Büroräume sowie der Eingangsbereich. Die Wohn- und Privatbereiche öffnen sich zum großzügigen Garten mit Terrasse, Pool, Lounge und Feuerstelle.

Die Erschließung der Wohnebene erfolgt einen Stock tiefer über eine großzügige runde, weiße Treppenskulptur, die in einem monochrom cotto rosa-farbenen Raum eintaucht.

Straßenseitig befinden sich in dieser Ebene Eingangsbereich, Garage, Wirtschaftsräume sowie eine zusätzliche Einliegerwohnung.

 

Die Küche der Villa H wurde von den Innenarchitekt:innen nach den Bedürfnissen der Bewohner:innen als Wohnküche gestaltet.

Bei dem vorangestellten Küchenblock sowie dem Mittelelement der Küchenrückwand wurden strukturierten Natursteinplatten als Sonderanfertigungen eingebaut. Für arbeits- und geruchintensivere Arbeiten wurde rückseitig eine Vorbereitungsküche in einem gesonderten Raum vorgesehen.

 

An die Wohnküche schließt der großzügige Essbereich mit Ausrichtung auf die offene Feuerstelle und den Pool an.

Großzügigkeit und Flexibilität für Festivitäten der Familie standen im Wohnraum im Vordergrund.

Zu diesem Zweck wurde ein großer Esstisch aus karbonisiertem Holz als Einzelstück entworfen.

Passend dazu wurde darüber ein Lampenarrangement als Eyecatcher angeordnet.

Neben dem Essbereich fungiert ein breiter Gaskamin als Raumteiler zwischen Esstisch und großzügigen Wohnbereich.

Neben dem Hauptflur, kann der intimere Privatbereich zudem auch durch einen mit Textilien eingefassten privaten Fassadengang erschlossen werden.

Jeder dieser Bereiche hat seine Hauptorientierung und Blickrichtung zum Garten.

Schlafbereich, Bad und Wellnessbereich öffnen sich durch die Fensterfront zum Garten und Pool hin.

Die Textilien werden raffiniert eingesetzt und erzeugen zum Beispiel im Schlafbereich und Bad luftige Cocoon Effekte.

 

Die Räume selbst werden über raumhohe zweiflüglige Villen-Türen erschlossen, die im geöffneten Zustand unsichtbar in Taschen verschwinden und so ein großzügiges Ambiente schaffen.

Im geschlossenen Zustand werden die raumhohen Tapetentüren zu flächigen  Wandelementen, die

die Raumoberfläche aufgreifen. Im Bad beispielsweise werden sie zu einer, mit marmorgleichen raumhohen Fliesen versehenen Signature-Wall, die die Farben des Pools widerspiegeln.

 

Alle Einbauten und individuellen Möbel wurden nach Entwürfen der Innenarchitekt:innen von Schreinern maßgefertigt.

 

Der Übergang von innen nach außen ist durch das Weiterziehen des Bodenbelages fließend und bei geöffneter Glasfassade nahezu unsichtbar.

Durch das Zusammenspiel von einzelnen Elementen im Garten und Terrasse wie Kunstwerke, Pool, Außensauna oder Boule-Platz führen dazu, dass der Außenbereich als Fortführung des Wohnbereiches im Freien wahrgenommen wird.

Somit werden innenliegender Wohnbereich und außenliegender Loungebereich zu einem offenen Raum.

 

Bei der Planung der Haustechnik wurde großen Wert auf nachhaltige Ausführung und Energieeffizienz gelegt. Auch sie ist ganz auf das Wohlbefinden der Bewohner abgestimmt. Beispielsweise erfolgt die Kühlung über eine Kühldecke, was zu einem angenehmen Raumklima führt.

 

Das Lichtdesign und die Szenensteuerung wurde ebenfalls von den Innenarchitekt:innen und Lichtplaner:innen entwickelt. Hier soll vor allem eine gemütliche und warme Atmosphäre geschaffen werden, in der zusätzlich das Interieur bestmöglich inszeniert wird.

 

Das Gebäude ist durch seine Gestaltung wohliger Rückzugsort mit maximaler Privatheit und größtmöglicher Offenheit zum Garten.